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Literaturrecherche ist kein bloßes Zusammensuchen einiger passender Bücher oder Artikel. Sie ist ein methodisch organisierter Prozess aus Suchen, Bewerten, Auswählen und Dokumentieren wissenschaftlicher Literatur. Die richtige Methode hängt vor allem von Ihrer Forschungsfrage, Ihrem Ziel und der Art Ihrer wissenschaftlichen Arbeit ab – eine „richtige Methode“ für alle gibt es nicht. Grundsätzlich unterscheiden Sie zwischen der systematischen und der unsystematischen Literaturrecherche; diese Unterscheidung folgt direkt der Logik von Scribbr.

Dieser Leitfaden beantwortet konkret: welche Literaturrecherche Methode zu Ihrer Arbeit passt, wie Sie wissenschaftlich suchen, wo Sie Quellen für die wissenschaftliche Arbeit finden, wie Sie eine Suchstrategie entwickeln, wie Sie Literatur auswählen, wie Sie Ihre Literaturrecherche dokumentieren, was Sie in die Methodik schreiben – und wie ein Literaturrecherche Beispiel aussieht. Wer bei der Umsetzung Unterstützung sucht, findet über das Angebot Ghostwriter Dissertation Ansprechpartner, die die Standards akademischer Arbeit kennen.

Literaturrecherche Methoden: Welche Methode passt zur wissenschaftlichen Arbeit?

Wichtig zuerst: Verwechseln Sie nicht die Methode der Recherche mit dem Werkzeug ihrer Organisation. Systematische Literaturrecherche ist ein wissenschaftlicher Ansatz; Excel, Citavi oder ein Rechercheprotokoll sind dagegen Hilfsmittel, um gefundene Quellen zu dokumentieren und zu strukturieren. Diese Trennung bewahrt Sie vor einem der häufigsten Verständnisprobleme in wissenschaftlichen Arbeiten.

Für die wissenschaftliche Arbeit stehen zwei grundlegende Ansätze bereit: die systematische und die unsystematische Literaturrecherche. Ihre Wahl hängt von der Forschungsfrage, dem Ziel der Recherche und der geforderten Reproduzierbarkeit ab. Beide Ansätze werden im Folgenden kurz vorgestellt, die ausführliche Vergleichstabelle folgt weiter unten.

Systematische Literaturrecherche als wissenschaftliche Methode

Die systematische Literaturrecherche läuft nach vorab festgelegten Regeln ab und muss nachvollziehbar und reproduzierbar sein. Sie erkennen sie an diesen Merkmalen:

  • es gibt eine konkrete Forschungsfrage;
  • die Suchbegriffe werden im Voraus definiert;
  • die Datenbanken werden gezielt ausgewählt;
  • Ein- und Ausschlusskriterien werden festgelegt;
  • Treffer und Ausschlüsse werden dokumentiert;
  • gefundene Quellen werden systematisch bewertet.

Wichtig: Eine Übersichtsarbeit muss nicht automatisch ein Systematic Review sein. Die systematische Recherche ist eine Methode unter mehreren – ihre Anwendung folgt aus der Forschungsfrage, nicht aus einer allgemeinen Regel.

Merkmale der systematischen Literaturrecherche
EntitätAttributWert
Systematische LiteraturrechercheGrundprinzipNachvollziehbar und reproduzierbar
Systematische LiteraturrechercheAusgangspunktKonkrete Forschungsfrage
Systematische LiteraturrechercheVorgehenVorab definierte Begriffe, Datenbanken, Kriterien
Systematische LiteraturrechercheDokumentationTreffer und Ausschlüsse lückenlos

Unsystematische Literaturrecherche: Wann ist sie sinnvoll?

Die unsystematische Literaturrecherche ist kein Fehler – sie ist ein explorativer Ansatz mit eigenem Nutzen. Sie ist besonders sinnvoll, solange Ihre Forschungsfrage noch nicht endgültig formuliert ist. Sie starten mit einer passenden Publikation und finden über deren Literaturverzeichnis weitere Literatur zum Thema; viele Forscher:innen beginnen auf diese Weise. Der Vorteil liegt in der Flexibilität des Vorgehens.

Typische Aufgaben dieses Ansatzes:

  • erste Orientierung im Thema, die einen schnellen Überblick über das Feld verschafft;
  • Suche nach der passenden Terminologie;
  • Bestimmung des Forschungsstands;
  • Identifikation einer möglichen Forschungslücke;
  • Schärfung der Forschungsfrage;
  • Suche nach den Schlüsselautor:innen des Feldes.

Systematisch oder unsystematisch: die richtige Methode wählen

Die folgende Tabelle fasst den Unterschied auf einen Blick zusammen – sie hilft Ihnen bei der Wahl der richtigen Methode für Ihre Arbeit:

Systematische und unsystematische Literaturrecherche im Vergleich
KriteriumSystematische LiteraturrechercheUnsystematische Literaturrecherche
AusgangspunktKlare ForschungsfrageThema bzw. offene Fragestellung
VorgehenVorab festgelegtFlexibler
SuchbegriffeSystematisch definiertWerden während der Recherche erweitert
AuswahlkriterienVorab definiertWeniger formal
DokumentationDetailliertJe nach Zweck
NachvollziehbarkeitHochGeringer
Geeignet fürSystematische AuswertungOrientierung und Themenerschließung

Unsystematisch bedeutet keineswegs unwissenschaftlich. Es handelt sich um eine andere Strukturierungsebene und eine andere Aufgabe: Orientierung statt vollständiger Auswertung. Beide Literaturrecherche Methoden haben in der wissenschaftlichen Arbeit ihren berechtigten Platz.

Systematische und unsystematische Literaturrecherche im Vergleich

Literaturrecherche Vorgehen: Schritt für Schritt wissenschaftlich recherchieren

Das Literaturrecherche Vorgehen lässt sich in aufeinander aufbauende Schritte von der Forschungsfrage bis zur Quellenbewertung gliedern. Dieser Abschnitt ist der praktische Kern des Leitfadens. Sie erfahren hier nicht nur, was Sie tun – sondern auch, was Sie auf jeder Stufe dokumentieren. Wer die acht Schritte in dieser Reihenfolge durchläuft, kommt von einem breiten Thema zu einem belastbaren, nachvollziehbaren Korpus.

Literaturrecherche Vorgehen Schritt für Schritt wissenschaftlich erklärt
Beispiel für Suchbegriffe und Synonyme in der Literaturrecherche
BegriffsebeneBeispiel
HauptbegriffRemote Work
SynonymeHomeoffice, Telearbeit
Englische Begrifferemote work, telework, telecommuting
Oberbegriffflexible Arbeitsformen
Unterbegriffhybrides Arbeiten
Alternative SchreibweiseHome-Office

Fixieren Sie die verwendeten Suchbegriffe und ihre Kombinationen in Ihrem Rechercheprotokoll – nur so bleiben Ihre Suchläufe später reproduzierbar.

Methodik Literaturrecherche: Wie wird das Vorgehen wissenschaftlich beschrieben?

Die Suchanfrage „Methodik Literaturrecherche“ betrifft vor allem die transparente Beschreibung des bereits durchgeführten Such- und Auswahlprozesses. Nach der Recherche folgt das Schreiben – und hier geht es nicht mehr ums Suchen, sondern ums Darstellen: Dieser Abschnitt zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Methode Literaturrecherche im Methodikteil Ihrer Arbeit beschreiben – präzise, vollständig und nachvollziehbar.

Methodik der Literaturrecherche in einer wissenschaftlichen Arbeit beschreiben

Literaturrecherche Methode beschreiben: Welche Angaben gehören in die Methodik?

Nutzen Sie diese Checkliste – alle Angaben zusammen machen Ihre Recherche nachvollziehbar:

  • Ziel der Recherche;
  • verwendete Datenbanken bzw. Suchorte;
  • Datum bzw. Zeitraum der Recherche;
  • Publikationszeitraum;
  • Suchbegriffe;
  • Suchstrings;
  • Filter;
  • Ein- und Ausschlusskriterien;
  • Anzahl der Treffer;
  • Auswahlprozess;
  • Anzahl der endgültig eingeschlossenen Quellen.
Inhalt, Zweck und Abgrenzung der Methodik einer Literaturrecherche
EntitätAttributWert
MethodikInhaltWie gesucht und ausgewählt wurde
MethodikZweckRecherche nachvollziehbar machen
MethodikAbgrenzungProzess ≠ inhaltliche Ergebnisse

Suchprozess und Rechercheergebnisse voneinander trennen

Ein häufig unterschätzter Punkt: In der Methodik beschreiben Sie, wie gesucht und ausgewählt wurde; im Hauptteil bzw. Theorieteil beschreiben Sie, was die gefundenen Studien inhaltlich zur Forschungsfrage sagen. Wer diese Ebenen vermischt, verliert Leser:innen – und Prüfer:innen sehen darin ein Methodik-Defizit.

Wie detailliert muss die Methodik der Literaturrecherche sein?

Eine universelle Seiten- oder Wortzahl gibt es nicht – die Vorgaben der Hochschulen unterscheiden sich. Der Maßstab ist die Nachvollziehbarkeit: Ihr Vorgehen muss so genau beschrieben sein, dass eine Leserin oder ein Leser die Logik von Suche und Auswahl versteht. Bei einer systematischen Literaturrecherche sind die Anforderungen höher als bei einer eher theoretisch angelegten Arbeit, weil die Nachvollziehbarkeit dort ein zentrales Merkmal der Methode ist.

Literaturrecherche dokumentieren: Was muss festgehalten werden?

Dokumentieren Sie parallel zur Suche – und nicht erst am Ende, wenn Sie die Recherche aus dem Gedächtnis rekonstruieren wollen. Rekonstruktion funktioniert nicht: Nach Wochen erinnern Sie weder alle Suchstrings noch die Trefferzahlen. Beginnen Sie deshalb mit der ersten gefundenen Publikation.

Rechercheprotokoll für die Literaturrecherche

Ein Rechercheprotokoll ist die einfachste Form der Dokumentation. Empfohlene Felder für jeden Suchlauf: Datum, Datenbank bzw. Suchort, Suchstring, verwendete Filter, Trefferzahl, weitere Einschränkungen, Ergebnis und Kommentar.

Kernfrage, Führung und Nutzen eines Rechercheprotokolls
EntitätAttributWert
RechercheprotokollKernfrageWie wurde gesucht?
RechercheprotokollFührungParallel zur Suche, ab der ersten Quelle
RechercheprotokollNutzenJeder Suchlauf jederzeit wiederholbar

Literaturrecherche mit Excel dokumentieren

Excel erfüllt zwei unterschiedliche Funktionen: Als Suchprotokoll dokumentieren Sie einzelne Suchläufe; als Literaturtabelle organisieren Sie bereits gefundene Quellen. Für die Literaturtabelle empfehlen sich die Spalten: Autor, Jahr, Titel, DOI/URL, Thema bzw. Kategorie, Relevanz, zentrale Erkenntnisse, Methodik und eigene Notizen. Filtern Sie später nach Autor, Jahr, Relevanz und Thema – so finden Sie in jedem Schreibabschnitt die passenden Quellen in Sekunden.

Literaturverwaltungsprogramme, Exzerpte und weitere Dokumentationsmethoden

Je nach Aufgabe kommen verschiedene Methoden und Werkzeuge infrage – die wichtigsten im Überblick:

Werkzeuge und Methoden zur Dokumentation der Literaturrecherche
WerkzeugWofür sinnvoll
RechercheprotokollSuchläufe lückenlos festhalten
ExcelFlexibles Suchprotokoll plus Literaturtabelle
Citavi / Zotero / Mendeley / EndNoteQuellen verwalten, Literaturverzeichnis automatisch erzeugen
Annotierte BibliografieQuellen mit eigenen Anmerkungen versehen
ExzerpteInhalte selbstständig und kompakt festhalten
KonzeptmatrixKonzepte über mehrere Studien hinweg vergleichen
MindmapThemen- und Begriffstruktur visualisieren

Kombinieren Sie die Werkzeuge nach Bedarf: ein Protokoll für die Suche, ein Programm für die Quellen, eine Tabelle für die inhaltliche Auswertung.

Literaturrecherche dokumentieren Beispiel

Das folgende „Literaturrecherche dokumentieren Beispiel“ zeigt, welche Angaben Sie für jeden Suchlauf festhalten sollten. Die Theorie ist klar – hier das konkrete Literaturrecherche Beispiel zur Forschungsfrage: „Wie wirkt sich Remote Work auf die Produktivität von Angestellten aus?“

Die Tabelle zeigt drei Suchläufe, dokumentiert nach Datum, Datenbank, Suchstring, Filter, Trefferzahl und Verwendung:

Beispiel für die Dokumentation einer Literaturrecherche
DatumDatenbankSuchstringFilterTrefferVerwendet
12.08.2026Scopus("remote work" OR "home office") AND productivity2020–2026, Englisch, Artikel18624
12.08.2026Web of Science("remote work" OR "telework") AND employee productivity2020–2026, Englisch, Artikel14319
13.08.2026Google Scholar"remote work" productivity employeesSeit 202032012

Warum lässt sich mit dieser Dokumentation die Suche später vollständig wiederherstellen? Weil jede Zeile vollständig ist: Datum, Ort, Suchstring, Filter und Trefferzahl. Eine andere Person – oder Sie selbst nach Wochen – kann jeden Suchlauf anhand derselben Suchstrategie nachvollziehen und unter vergleichbaren Bedingungen reproduzieren. Genau diese Reproduzierbarkeit ist die Grundlage der nachvollziehbaren Literaturrecherche Methodik Ihrer Arbeit. Ergänzend sollten Sie dokumentieren, wie viele Treffer nach der Dublettenbereinigung, dem Titel- und Abstract-Screening sowie der Volltextprüfung verbleiben und wie viele Quellen endgültig eingeschlossen werden.

Systematische Literaturrecherche Beispiel: Auswahl der Quellen nachvollziehbar darstellen

Das zweite Beispiel zeigt den Auswahlprozess – die Reise von der Trefferliste zum finalen Korpus. Die Zahlen sind ein Beispiel, kein Normwert:

530 Treffer → 470 nach Duplikatbereinigung → 160 nach Titel-/Abstract-Screening → 52 Volltexte → 31 eingeschlossene Studien

Beispiel für den Auswahlprozess einer systematischen Literaturrecherche
StufeAnzahl
Identifizierte Treffer530
Nach Duplikatbereinigung470
Nach Titel-/Abstract-Screening160
Geprüfte Volltexte52
Eingeschlossene Studien31

Diese Kette macht Ihre Auswahl transparent: Jede Zahl erklärt, auf welcher Stufe wie viele Quellen ausgeschieden sind – am Ende kann jeder den Weg vom Treffer zur eingeschlossenen Studie prüfen.

Systematische Literaturrecherche Beispiel für die Auswahl wissenschaftlicher Quellen

PRISMA-Flussdiagramm bei systematischen Reviews

Bei systematischen Reviews wird dieser Prozess häufig als Flussdiagramm dargestellt. Das PRISMA-Flussdiagramm zeigt die Phasen Identifikation, Screening, Volltextprüfung und Einschluss sowie die Gründe für Ausschlüsse. Wichtig: PRISMA ist eine Reporting Guideline für systematische Reviews – keine universelle Methode für jede Literaturrecherche. Das offizielle PRISMA-Flussdiagramm hält fest, wie viele Treffer identifiziert, eingeschlossen und ausgeschlossen wurden und aus welchen Gründen. Ob Sie es einsetzen, hängt von Review-Typ und den Vorgaben Ihrer Hochschule ab.

Literaturrecherche schreiben Beispiel: Methodik richtig formulieren

Ein „Literaturrecherche schreiben Beispiel“ verdeutlicht, wie diese Angaben später zu einem zusammenhängenden Methodiktext werden. Zum Schluss der Schreibteil: ein fertiger Beispielabsatz aus einer Methodik – erkennbar an allen Pflichtangaben:

„Das Ziel der Literaturrecherche war es, den Forschungsstand zur Wirkung von Remote Work auf die Produktivität von Angestellten systematisch zu erfassen. Dazu wurden am 12. und 13. August 2026 die Datenbanken Scopus, Web of Science und Google Scholar durchsucht. Verwendet wurden die Suchstrings („remote work“ OR „home office“) AND productivity sowie („remote work“ OR „telework“) AND employee productivity; in Google Scholar wurde zusätzlich mit den Begriffen „remote work“, „productivity“ und „employees“ gesucht. Als Filter dienten der Publikationszeitraum 2020–2026, die Sprachen Deutsch und Englisch sowie der Publikationstyp Artikel. Eingeschlossen wurden ausschließlich Studien, die den Zusammenhang zwischen Remote Work und Produktivität empirisch untersuchen; Duplikate und Meinungsbeiträge wurden ausgeschlossen. Insgesamt ergab die Suche 649 Treffer; nach Entfernung von 88 Duplikaten verblieben 561. Nach dem Titel- und Abstract-Screening wurden 98 Volltexte geprüft, von denen 27 Quellen in die Auswertung eingingen.“

Aufschlüsselung Satz für Satz:

Aufbau eines Methodik-Beispiels zur Literaturrecherche
SatzFunktion
Satz 1Ziel und Forschungsfrage der Recherche
Satz 2Datenbanken und Zeitraum der Recherche
Satz 3Suchbegriffe und Suchstrings
Satz 4Filter und Einschränkungen
Satz 5Ein- und Ausschlusskriterien
Satz 6Screening-Prozess und Ergebnis

Jeder Satz erfüllt eine klar erkennbare Funktion – genau so entsteht eine nachvollziehbare, wissenschaftlich seriöse Methodik.

Wie lässt sich eine Literaturrecherche effizient strukturieren?

Effizienz entsteht nicht durch Tricks, sondern durch Disziplin und Struktur über den gesamten Forschungsprozess hinweg. Diese praktisch prüfbaren Maßnahmen helfen Ihnen:

  • Dokumentation ab der ersten gefundenen Quelle;
  • einheitliche Dateinamen für Exzerpte und Volltexte;
  • feste Ordnerstruktur nach Kapiteln oder Themen;
  • konsequentes Entfernen von Duplikaten;
  • Nutzung eines Literaturverwaltungsprogramms;
  • Markierungen „relevant / prüfen / ausschließen“;
  • thematische Kategorien für Ihre Quellen;
  • regelmäßige Aktualisierung der Recherchetabelle;
  • Speicherung von DOI bzw. URL jeder Quelle;
  • sofortiges Festhalten der Seitenzahlen für Zitate.

Drei Prinzipien tragen alles: frühe Dokumentation, einheitliche Struktur und regelmäßige Aktualisierung Ihrer Tabellen. Wer diese Prinzipien von Anfang an beherzigt, spart am Ende nicht nur Zeit – seine Methodik schreibt sich fast von selbst.

Häufige Fehler bei der Literaturrecherche und Methodik

Diese fünfzehn Fehler kosten Zeit, Nachvollziehbarkeit und am Ende Qualität in der Bewertung. Jeder Eintrag zeigt Ihnen kompakt, warum das Problem entsteht und wie Sie es beheben – direkt umsetzbar bei Ihrer nächsten Suche.

Fehler → Problem → Lösung:

  • Zu breites Thema – Problem: Trefferflut, keine belastbare Auswahl möglich. Lösung: Thema schrittweise eingrenzen (Fachgebiet → Teilbereich → Aspekt).

  • Keine konkrete Forschungsfrage – Problem: fehlende Grundlage, um Relevanz zu beurteilen. Lösung: Frage vor der Suche formulieren und festhalten.

  • Nur ein Suchbegriff – Problem: anders benannte Studien bleiben unentdeckt. Lösung: Synonyme und verwandte Begriffe je Konzept nutzen.

  • Nur eine Datenbank – Problem: unvollständiger Forschungsstand. Lösung: mehrere begründete Datenbanken wählen (Web of Science, Scopus, PubMed).

  • Keine Synonyme – Problem: ganze Themenaspekte bleiben unsichtbar. Lösung: Begriffstabelle mit Synonymen, Fach- und englischen Begriffen anlegen.
  • Kriterien nach der Suche erfunden – Problem: verzerrte, willkürliche Auswahl. Lösung: Ein- und Ausschlusskriterien vor der Suche definieren.
  • Keine Dokumentation – Problem: Suche ist nicht mehr rekonstruierbar. Lösung: parallel zur Suche protokollieren, ab der ersten Quelle.
  • Unvollständige Quellenangaben – Problem: Zitate nicht verifizierbar. Lösung: DOI/URL und bibliografische Angaben sofort sichern.

  • Suchstrings nicht fixiert – Problem: Suchläufe nicht wiederholbar. Lösung: jede Version samt Datum und Datenbank im Protokoll speichern.
  • Keine Trefferzahlen – Problem: Auswahlprozess nicht darstellbar. Lösung: Zahlen je Suchlauf und Auswahlstufe notieren.
  • Ausschlussgründe nicht beschrieben – Problem: Auswahl wirkt beliebig. Lösung: Grund je ausgeschlossener Quelle dokumentieren.
  • Suchprozess und Ergebnisse vermischt – Problem: unklare Methodik. Lösung: Prozess in die Methodik, inhaltliche Ergebnisse in den Theorieteil.
  • Irrelevante oder veraltete Quellen – Problem: schwache Argumentation. Lösung: Wissenschaftlichkeit, Aktualität und Relevanz vor der Übernahme prüfen.
  • Zitate ohne Seitenzahl – Problem: Belege nicht prüfbar. Lösung: Seitenzahl direkt beim Exzerpieren notieren
  • Duplikate – Problem: verfälschte Trefferzahlen, unnötiger Aufwand. Lösung: vor dem Screening bereinigen.

Häufige Fragen zur Literaturrecherche Methode

Die Grundunterscheidung für diesen Artikel ist die zwischen systematischer und unsystematischer beziehungsweise narrativer Literaturrecherche Methode. Vermischen Sie diese Methoden nicht mit Werkzeugen wie Excel oder Citavi – sie helfen vor allem beim Dokumentieren und Organisieren der Recherche, nicht beim Suchen selbst.

Eine systematische Literaturrecherche basiert auf einer konkreten Forschungsfrage, einem vorab festgelegten Suchprozess, definierten Ein- und Ausschlusskriterien und vollständiger Dokumentation – sie ist nachvollziehbar und reproduzierbar.

Eine unsystematische Literaturrecherche ist ein explorativer Ansatz: Sie starten offen, folgen Quellenverweisen und erweitern Ihre Suchbegriffe während der Recherche. Sie dient vor allem der Orientierung im Themenfeld und der Schärfung der Fragestellung.

Die Logik ist einfach: Ist Ihre Forschungsfrage noch nicht formuliert, hilft die unsystematische Recherche bei der Orientierung. Ist die Frage definiert und brauchen Sie einen nachvollziehbaren Suchprozess, recherchieren Sie systematisch.

In die Methodik gehören: Datenbanken, Suchbegriffe, Suchstrings, Zeitraum, Filter, Ein- und Ausschlusskriterien sowie das Auswahlverfahren – alles, was Ihr Vorgehen nachvollziehbar macht.

Nutzen Sie ein Rechercheprotokoll, Excel oder ein Literaturverwaltungsprogramm. Festhalten müssen Sie immer: Suchorte, Suchbegriffe, Zeitraum, Trefferzahlen und die Auswahl selbst.

Geeignet sind Quellen, die wissenschaftlich fundiert, für Ihre Forschungsfrage relevant, hinreichend aktuell und vollständig dokumentiert sind. Wählen Sie die Datenbanken passend zu Ihrem Fachgebiet – von Web of Science und Scopus bis zu fachspezifischen Datenbanken wie PubMed.

Nein. Die Methode muss zu Ziel und Forschungsfrage passen. Für die erste Orientierung kann unsystematisches Recherchieren sinnvoll sein; für eine reproduzierbare systematische Analyse gelten deutlich strengere Anforderungen.

Keine Universalzahl – die Anzahl hängt von Thema, Forschungsfrage, Umfang, Fachgebiet und Art der Arbeit ab. Es ist sinnvoller, den relevanten Forschungsstand möglichst umfassend abzudecken, als sich an einer willkürlichen Zahl von Quellen zu orientieren.

Bei einer systematischen Recherche ist die detaillierte Dokumentation fester Bestandteil des nachvollziehbaren Vorgehens. Bei anderen Arbeitsformen hängt die Detailtiefe von Methodik und Hochschulvorgaben ab. Grundsatz: Die Dokumentation erfolgt parallel zur Recherche – sie erhöht die Nachvollziehbarkeit Ihrer Arbeit und erspart Ihnen die mühsame Rekonstruktion am Ende.

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    Joseph Erdmann

    Autor und Lektor

    Als anerkannter wissenschaftlicher Experte leitet er den Blog für Doktorarbeiten und ist für alle Veröffentlichungen verantwortlich. Darüber hinaus ist er persönlich als Ghostwriter für Doktorarbeiten tätig. Er kümmert sich auch um die Koordination der Kommunikation zwischen den Auftraggebern und den Ghostwritern.

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