Wer sich nach dem Master, Diplom oder Staatsexamen mit einer Promotion beschäftigt, stößt schnell auf viele Abkürzungen. Ein Doktortitel bestätigt nicht nur einen Abschluss, sondern eine eigenständige wissenschaftliche Leistung. Welche Bezeichnung Sie führen dürfen, hängt vor allem vom Fachbereich, der Universität und der jeweiligen Promotionsordnung ab. Der höchsten akademischen Qualifikation geht dabei ein nachvollziehbarer wissenschaftlicher Prozess voraus.

In Deutschland gibt es deshalb keinen überall identischen Katalog. Häufige Beispiele sind Dr. med. für Medizin, Dr. rer. nat. für Naturwissenschaften, Dr. phil. für Geisteswissenschaften, Dr. rer. pol. für Wirtschafts- und Staatswissenschaften sowie Dr.-Ing. für Ingenieurwissenschaften. Daneben gibt es den international verbreiteten PhD, den praxisorientierten DBA und zahlreiche weitere Doktorgrade. Bei Fragen zur konkreten Promotion sollten Sie die Website Ihrer Universität und das Promotionsbüro prüfen. Bei Fragen zu Recherche, Struktur und Dissertation kann Ihnen ein Ghostwriter Dissertation professionelle Unterstützung bieten.

Das Wichtigste über Doktortitel in Kürze

  • Ein Doktortitel beziehungsweise Doktorgrad wird nach einer wissenschaftlichen Promotion verliehen.

  • Deutschland kennt verschiedene Doktorgrade für unterschiedliche Fachrichtungen und Fakultäten.

  • Der Zusatz nach „Dr.“ beschreibt meist die wissenschaftliche Disziplin, nicht die persönliche Berufsbezeichnung.

  • Dr. und PhD können auf vergleichbarem akademischem Niveau liegen; ihre Programme und rechtlichen Rahmenbedingungen sind jedoch nicht automatisch gleich.

  • Dr. med. entsteht in Deutschland nicht automatisch mit dem Abschluss des Medizinstudiums.

  • Dr. med. univ. ist vor allem eine österreichische Bezeichnung und darf nicht einfach mit Dr. med. gleichgesetzt werden.

  • Die Promotionsordnung bestimmt die Voraussetzungen und den verliehenen Grad; Zusätze wie Dr. des., Dr. h. c., Dr. Dr. und Dres. haben jeweils eine eigene Bedeutung.

Was ist ein Doktortitel?

Im Alltag wird häufig vom Doktortitel gesprochen. Was ist ein Doktortitel? Kurz gesagt: Es ist die geläufige Bezeichnung für einen verliehenen Doktorgrad. Das offizielle akademische Konzept ist jedoch der Doktorgrad. Ein Doktor Titel ist daher keine frei wählbare Bezeichnung. Er belegt, dass eine Person selbstständig wissenschaftlich gearbeitet, eine Dissertation erstellt und das vorgeschriebene Promotionsverfahren erfolgreich abgeschlossen hat. Die Universität verleiht den Grad nicht allein wegen der Immatrikulation, sondern nach der Prüfung einer eigenständigen Forschungsleistung.

Für eine Promotion benötigen Sie normalerweise einen geeigneten Hochschulabschluss. Je nach Fachbereich kommen ein Master, Diplom, Staatsexamen oder ein gleichwertiger Abschluss infrage. Danach suchen Sie ein Thema, eine Betreuung und eine Fakultät, deren Promotionsordnung zu Ihrem Vorhaben passt. Die Arbeit wird bewertet und häufig in einer Disputation, einem Kolloquium oder Rigorosum verteidigt. Erst nach Erfüllung aller Bedingungen, oft einschließlich der Veröffentlichung, erhalten Sie die Promotionsurkunde.

Doktorgrad, Doktortitel und Berufsbezeichnung – was ist der Unterschied?

Der Doktorgrad ist die offiziell verliehene akademische Gradbezeichnung. In der Suchfrage Dr. Titel wird oft nicht zwischen Grad, Titel und Berufsbezeichnung unterschieden. „Doktortitel“ ist die geläufige Bezeichnung dafür. Doktor oder Doktorin beschreibt dagegen die Person, die einen solchen Grad erworben hat. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil eine Berufsbezeichnung nicht automatisch eine Promotion voraussetzt. Ein Arzt kann beispielsweise eine Approbation besitzen, ohne einen Dr. med. erworben zu haben.

Auch der Titel „Doctor“ in englischsprachigen Ländern ist nicht in jedem Zusammenhang dasselbe wie ein deutscher Doktorgrad. Entscheidend sind die Ausbildungsstufe, die Qualität der Hochschule, das konkrete Prüfungsverfahren und die geltenden Rechtsvorschriften. Ein akademischer Grad ist daher mehr als eine Abkürzung vor dem Namen.

Wie bekommt man einen Dr.-Titel?

Wer nach Wie bekommt man einen Dr. Titel sucht, findet den Weg über Zulassung, Forschung, Dissertation, Prüfung und Promotionsurkunde.

Der Weg zur Promotion umfasst normalerweise folgende Schritte:

  1. Master, Diplom, Staatsexamen oder eine andere passende Qualifikation erwerben.
  2. Einen geeigneten Fachbereich auswählen und die Promotionsordnung prüfen.
  3. Ein Forschungsthema festlegen.
  4. Eine wissenschaftliche Betreuung finden.
  5. Ein Exposé vorbereiten.
  6. Die Unterlagen einreichen und die Zulassung zur Promotion erhalten.
  7. Das wissenschaftliche Forschungsprojekt durchführen.
  8. Die Dissertation verfassen.
  9. Disputation, Kolloquium oder Rigorosum erfolgreich absolvieren.
  10. Die Dissertation veröffentlichen, sofern dies vorgeschrieben ist.
  11. Die Promotionsurkunde erhalten.

Die Bezeichnung Dr. darf erst nach dem offiziellen Abschluss des Promotionsverfahrens und der Verleihung des Doktorgrades verwendet werden. Die bloße Abgabe der Dissertation oder das Bestehen der mündlichen Prüfung reicht nicht immer aus.

Ist der Doktortitel Teil des Namens?

Der Doktorgrad kann in Deutschland vor dem Namen geführt und auf Antrag in einem eigenen Feld des Personalausweises eingetragen werden. Er ist jedoch kein Bestandteil des Familiennamens. Das Personalausweisgesetz nennt den Doktorgrad ausdrücklich als mögliche Angabe.

Im Alltag ist die Angabe freiwillig. In offiziellen Dokumenten sollten Sie die verliehene Form unverändert verwenden. Sie dürfen aus Dr. rer. nat. nicht eigenmächtig Dr. nat. machen und einen ausländischen Grad nicht ohne Prüfung in einen deutschen Grad umwandeln.

Welche Doktortitel gibt es in Deutschland?

Welche Doktortitel es gibt, lässt sich am besten anhand typischer Fachrichtungen erklären. Die folgende Übersicht zeigt verbreitete Doktorgrade und ihre Bedeutung. Sie ist kein abschließendes Verzeichnis, denn Deutschland gibt Universitäten und Fakultäten die Möglichkeit, eigene, fachlich passende Bezeichnungen in der Promotionsordnung festzulegen. Wer nach „Welche Doktortitel gibt es“, „Welche Doktortitel gibt es in Deutschland“ oder „Welche Dr. Titel gibt es“ sucht, möchte meist einen Überblick über die fachbezogenen Doktorgrade erhalten. Suchanfragen wie „Doktortitel Arten“ oder „Arten Doktortitel“ beziehen sich ebenfalls auf diese unterschiedlichen akademischen Grade.

Doktortitel in Deutschland und ihre Bedeutung im Überblick
DoktortitelVollständige BezeichnungDeutsche BedeutungTypische Fachbereiche
Dr. med.Doctor medicinaeDoktor der MedizinHumanmedizin
Dr. med. dent.Doctor medicinae dentariaeDoktor der ZahnmedizinZahnmedizin
Dr. med. vet.Doctor medicinae veterinariaeDoktor der VeterinärmedizinTiermedizin, Veterinärmedizin
Dr. rer. medic.Doctor rerum medicarumDoktor der medizinischen WissenschaftenGesundheitswissenschaften, Biomedizin, medizinische Forschung
Dr. sc. hum.Doctor scientiarum humanarumDoktor der HumanwissenschaftenMedizinische Forschung, Gesundheitswissenschaften, Public Health
Dr. rer. nat.Doctor rerum naturaliumDoktor der NaturwissenschaftenBiologie, Chemie, Physik, Mathematik, Pharmazie, Informatik
Dr. phil.Doctor philosophiaeDoktor der PhilosophieGeisteswissenschaften, Sprachwissenschaften, Geschichte, Kulturwissenschaften
Dr. rer. pol.Doctor rerum politicarumDoktor der Staats- und WirtschaftswissenschaftenBWL, VWL, Politikwissenschaft, Wirtschaftsinformatik
Dr. rer. oec.Doctor rerum oeconomicarumDoktor der WirtschaftswissenschaftenBetriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Management
Dr. oec.Doctor oeconomiaeDoktor der WirtschaftswissenschaftenWirtschaftswissenschaften, Betriebswirtschaftslehre
Dr.-Ing.Doktor-IngenieurDoktor der IngenieurwissenschaftenMaschinenbau, Elektrotechnik, Bauingenieurwesen, Verfahrenstechnik
Dr. iur.Doctor iurisDoktor der RechtswissenschaftenJura, Rechtswissenschaften
Dr. theol.Doctor theologiaeDoktor der TheologieEvangelische und katholische Theologie
Dr. paed.Doctor paedagogiaeDoktor der ErziehungswissenschaftenPädagogik, Bildungswissenschaften, Erziehungswissenschaften
Dr. agr.Doctor agriculturaeDoktor der AgrarwissenschaftenLandwirtschaft, Agrarwissenschaften, Pflanzenbau
Dr. oec. troph.Doctor scientiarum oeconomicarum alimentariarumDoktor der Haushalts- und ErnährungswissenschaftenErnährungswissenschaften, Haushaltswissenschaften
Dr. rer. soc.Doctor rerum socialiumDoktor der SozialwissenschaftenSoziologie, Sozialwissenschaften, Sozialpolitik
Dr. biol. hum.Doctor biologiae hominisDoktor der HumanbiologieHumanbiologie, medizinische Grundlagenforschung
Dr. pharm.Doctor pharmaciaeDoktor der PharmaziePharmazie, Arzneimittelforschung
Dr. forest.Doctor rerum forestaliumDoktor der ForstwissenschaftenForstwissenschaften, Waldökologie

Diese Tabelle ist ein Überblick über verbreitete Bezeichnungen und stellt keine abgeschlossene Liste aller Doktorgrade dar. Manche Grade werden nur von einzelnen Universitäten oder Fakultäten vergeben. Welcher Doktorgrad konkret verliehen wird, legt die jeweilige Fakultät in ihrer Promotionsordnung fest. Entscheidend ist dabei der Abschnitt „Verleihung des Doktorgrades“ – er enthält die verbindlichen Voraussetzungen und die genaue Bezeichnung des Grades.

Arten von Doktortiteln und Fachrichtungen in Deutschland

Dr. med. – Bedeutung und medizinische Doktortitel

Die Abkürzung Dr. med. steht für Doctor medicinae und bedeutet „Doktor der Medizin“. Dieser Doktorgrad gehört in der Regel zur Humanmedizin. Er wird nach einer wissenschaftlichen Dissertation und dem erfolgreichen Abschluss des jeweiligen Promotionsverfahrens verliehen.

Zu den wichtigsten medizinischen Doktorgraden gehören:

  • Dr. med. – Doktor der Medizin beziehungsweise Humanmedizin
  • Dr. med. dent. – Doktor der Zahnmedizin
  • Dr. med. vet. – Doktor der Veterinärmedizin beziehungsweise Tiermedizin
  • Dr. rer. medic. – Doktor der medizinischen Wissenschaften
  • Dr. sc. hum. – Doktor der Humanwissenschaften sowie medizinischer oder menschenbezogener wissenschaftlicher Disziplinen

Dr. med. und Approbation sind nicht dasselbe. Die Approbation ist die staatliche Berufszulassung, die zur ärztlichen Tätigkeit und zur Behandlung von Patienten berechtigt. Der Dr. med. ist dagegen ein akademischer Doktorgrad, der durch eine wissenschaftliche Promotion erworben wird.

Ein Arzt kann auch ohne Doktortitel beruflich tätig sein, sofern er über die erforderliche medizinische Ausbildung, das Staatsexamen und die Approbation verfügt. Umgekehrt ist ein Inhaber des Dr. rer. medic. nicht automatisch ein Arzt. Dieser Doktorgrad kann auch an Personen aus medizinischen oder gesundheitswissenschaftlichen Fachbereichen verliehen werden, die keine ärztliche Berufszulassung besitzen.

Das Recht, Patienten zu behandeln, ergibt sich aus der beruflichen Qualifikation und der Approbation – nicht allein aus dem Doktorgrad. Daher sagt die Bezeichnung Dr. med. oder Dr. rer. medic. allein noch nichts darüber aus, ob eine Person tatsächlich als Ärztin oder Arzt praktizieren darf.

Dr. med. univ. – Bedeutung und Unterschied zum Dr. med.

Dr. med. univ. steht für Doctor medicinae universae und bedeutet auf Deutsch „Doktor der gesamten Heilkunde“ beziehungsweise „Doktor der gesamten Medizin“. Der Grad wird vor allem in Österreich nach dem erfolgreichen Abschluss des medizinischen Diplomstudiums verliehen.

Vergleich zwischen Dr. med. univ. in Österreich und Dr. med. in Deutschland
Dr. med. univ. in ÖsterreichDr. med. in Deutschland
Wird im Rahmen des medizinischen Diplomstudiums erworben. Wird durch ein separates Promotionsverfahren erworben.
Während des Studiums ist eine Diplomarbeit anzufertigen. Für den Grad wird eine wissenschaftliche Dissertation verfasst.
Eine zusätzliche nachgelagerte Promotion ist normalerweise nicht erforderlich. Das Medizinstudium allein führt nicht automatisch zum Dr. med.
Bedeutet „Doktor der gesamten Heilkunde“ oder „Doktor der gesamten Medizin“. Bedeutet „Doktor der Medizin“.
Wird hauptsächlich an österreichischen Universitäten verwendet. Wird an deutschen Universitäten und medizinischen Fakultäten verliehen.

Der Dr. med. und der Dr. med. univ. sind deshalb nicht vollständig gleich, da sie auf unterschiedlichen Bildungs- und Prüfungswegen beruhen. Beim österreichischen Diplomstudium ist die Diplomarbeit in den Studienablauf integriert. Der deutsche Dr. med. setzt dagegen eine zusätzliche wissenschaftliche Promotion mit Dissertation voraus.

Nach dem medizinischen Studium in Österreich können Absolventinnen und Absolventen außerdem eine weiterführende wissenschaftliche Ausbildung beginnen. Dazu gehören beispielsweise ein PhD-Studium, ein Clinical-PhD-Programm oder ein anderer medizinisch-wissenschaftlicher Doktorgrad. Diese Programme konzentrieren sich stärker auf eigenständige Forschung und eine wissenschaftliche Dissertation.

Wichtig: Der Dr. med. univ. sollte nicht automatisch in einen deutschen Dr. med. umgewandelt werden. Bei der Verwendung eines ausländischen Doktorgrades in Deutschland müssen die geltenden rechtlichen Vorschriften und die Originalbezeichnung berücksichtigt werden.

Unterschied zwischen Dr. med. univ. in Österreich und Dr. med. in Deutschland

Dr. rer. nat. Bedeutung – Doktor der Naturwissenschaften

Die Suchbegriffe „Rer. nat. Titel“, „Abkürzung Rer. nat.“, „Rer. nat. Abkürzung“ und „Dr. rer. nat. Abkürzung Bedeutung“ beziehen sich auf denselben Doktorgrad Doctor rerum naturalium.

Dr. rer. nat. steht für Doctor rerum naturalium und bedeutet „Doktor der Naturwissenschaften“.

Die Abkürzung setzt sich aus drei Teilen zusammen: Dr. steht für Doctorrer. für rerum und nat. für naturalium. Zusammen bezeichnet die lateinische Form einen Doktorgrad der Naturwissenschaften.

Was bedeutet Dr. rer. nat.? Es handelt sich um einen naturwissenschaftlichen Doktorgrad.

Was heißt Dr. rer. nat.? Die Abkürzung bedeutet Doctor rerum naturalium.

Was ist ein Dr. rer. nat.? Ein Doktorgrad, der nach einer wissenschaftlichen Dissertation und einem erfolgreichen Promotionsverfahren verliehen wird.

Wer ist ein Doktor der Naturwissenschaften? Eine Person, die in einem naturwissenschaftlichen oder verwandten Fach promoviert hat.

Typische Fachrichtungen sind Biologie, Chemie, Physik, Mathematik, Pharmazie, Informatik, Geologie, Geografie und Statistik. An einzelnen Universitäten kann der Grad auch in Psychologie oder interdisziplinären Fachrichtungen vergeben werden.

Welche Disziplinen genau zum Dr. rer. nat. gehören, bestimmt die jeweilige Universität und Fakultät. Maßgeblich ist die Promotionsordnung des zuständigen Fachbereichs.

Dr. phil. Bedeutung – was ist ein Dr. phil.?

Dr. phil. steht für Doctor philosophiae und bedeutet wörtlich „Doktor der Philosophie“. Der Doktorgrad ist jedoch nicht ausschließlich dem Fach Philosophie vorbehalten. Je nach Universität und Fakultät wird er auch in zahlreichen geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen verliehen.

Typische Fachrichtungen sind Philosophie, Geschichte, Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Pädagogik, Soziologie und Politikwissenschaft. An einzelnen Universitäten kann der Grad auch in Psychologie verliehen werden.

Die genaue fachliche Zuordnung hängt von der Universität, Fakultät und Promotionsordnung ab. Während eine Hochschule den Dr. phil. vergibt, kann eine andere für ein ähnliches Fach eine spezialisierte Bezeichnung wie Dr. paed. verwenden.

Dr. rer. pol. Bedeutung – Doktor der Staatswissenschaften

Dr. rer. pol. steht für Doctor rerum politicarum. Die Bezeichnung bedeutet „Doktor der Staatswissenschaften“ und wird nicht ausschließlich für politikwissenschaftliche Forschung verwendet.

Je nach Universität und Fakultät kann der Doktorgrad auch in Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Politikwissenschaft, Wirtschaftsinformatik, Finanzwissenschaft, Sozialwissenschaften oder Wirtschaftsrecht verliehen werden.

Ein Träger des Dr. rer. pol. muss daher nicht ausschließlich politische Themen untersucht haben. Welche Fachrichtung und welcher Doktorgrad vorgesehen sind, legt die Promotionsordnung der jeweiligen Universität fest.

Dr. rer. oec., Dr. oec. und Dr. rer. soc. oec.

Im Bereich der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften existieren mehrere Doktorgrade mit dem Bestandteil oec. Die Oec. Abkürzung verweist auf die lateinischen Begriffe oeconomiae beziehungsweise oeconomicarum und damit auf wirtschaftswissenschaftliche Fachgebiete. Welche Bezeichnung verliehen wird, hängt von der Universität, dem Land und der jeweiligen Promotionsordnung ab.

Dr. oec. steht für Doctor oeconomiae und bezeichnet einen Doktorgrad der Wirtschaftswissenschaften. Er kann beispielsweise nach einer Promotion in Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre oder verwandten wirtschaftswissenschaftlichen Bereichen verliehen werden.

Dr. rer. oec. bedeutet Doctor rerum oeconomicarum und ist ebenfalls ein Doktorgrad der Wirtschaftswissenschaften. Die Dr. rer. oec. Bedeutung unterscheidet sich fachlich nicht grundsätzlich vom Dr. oec.; entscheidend ist, welchen Grad die jeweilige Universität laut Promotionsordnung verleiht.

Dr. rer. soc. oec. verbindet sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Fachrichtungen. Der Grad ist insbesondere im österreichischen Hochschulsystem anzutreffen und kann je nach Universität beispielsweise mit Wirtschafts-, Sozial- oder Managementwissenschaften verbunden sein.

Daneben existieren weitere Bezeichnungen. Dr. oec. publ. kann je nach Hochschule einen wirtschafts-, staats- oder volkswirtschaftlich ausgerichteten Doktorgrad bezeichnen. Dr. oec. troph. gehört dagegen zu den Ernährungs- und Haushaltswissenschaften. Trotz des Bestandteils oec. handelt es sich daher nicht um einen typischen BWL-Doktorgrad.

Die genaue Bedeutung und Verwendung dieser Bezeichnungen ist nicht an allen Hochschulen identisch. Entscheidend sind immer das Land, die Universität, der zuständige Fachbereich und die jeweilige Promotionsordnung. Deshalb sollte vor einer Promotion geprüft werden, welcher Doktorgrad vom konkreten Promotionsprogramm tatsächlich verliehen wird.

Weitere Arten von Doktortiteln

Neben Dr. med., Dr. rer. nat. und Dr. phil. gibt es weitere fachbezogene Doktorgrade. Die genaue Bezeichnung und ihre Voraussetzungen legt die jeweilige Promotionsordnung fest.

Weitere Doktortitel mit vollständiger Bezeichnung, Bedeutung, Fachbereichen und Besonderheiten
DoktortitelVollständige BezeichnungDeutsche BedeutungTypische Fachbereiche und Besonderheiten
Dr.-Ing. Doktor-Ingenieur Doktor der Ingenieurwissenschaften Maschinenbau, Elektrotechnik, Bauingenieurwesen und Verfahrenstechnik. Die Schreibweise wird mit Bindestrich verwendet.
Dr. iur. / Dr. jur. Doctor iuris Doktor der Rechtswissenschaften Jura und Rechtswissenschaften. Beide Formen können je nach Universität verwendet werden.
Dr. theol. Doctor theologiae Doktor der Theologie Evangelische oder katholische Theologie. Die genaue Bezeichnung richtet sich nach der theologischen Fakultät.
Dr. paed. Doctor paedagogiae Doktor der Pädagogik und Bildungswissenschaften Pädagogik, Erziehungswissenschaften und Bildungsforschung.
Dr. agr. Doctor agriculturae Doktor der Agrarwissenschaften Landwirtschaft, Pflanzenbau, Tierwissenschaften und Agrarökonomie.
Dr. oec. troph. Doctor scientiarum oeconomicarum alimentariarum Doktor der Ernährungswissenschaften Ernährungswissenschaften, Haushaltswissenschaften und Lebensmittelwissenschaften.
Dr. mont. Doktor der montanistischen Wissenschaften Doktor der Bergbau- und Rohstoffwissenschaften Bergbau, Metallurgie, Rohstoffgewinnung und Geowissenschaften. Der Grad ist besonders im österreichischen Hochschulsystem verbreitet.
Dr. nat. techn. Doktor der naturwissenschaftlich-technischen Wissenschaften Doktor der Naturwissenschaften und Technik Technische Naturwissenschaften, Bodenkultur, Umweltwissenschaften und verwandte Fachrichtungen.

Rer., nat., phil. und oec. Abkürzung erklärt

Viele Doktorgrade bestehen aus lateinischen Bestandteilen. Sie zeigen, welchem Fachbereich oder Wissenschaftsgebiet der jeweilige Doktorgrad zugeordnet ist. Die einzelnen Abkürzungen dürfen jedoch nicht beliebig miteinander kombiniert werden.

Lateinische Abkürzungen in Doktortiteln und ihre Bedeutung
AbkürzungLateinische FormDeutsche BedeutungBeispiel
rer.rerum der Dinge, Sachgebiete oder Wissenschaften Dr. rer. nat.
nat.naturalium der Naturwissenschaften Dr. rer. nat.
phil.philosophiae der Philosophie beziehungsweise der Geisteswissenschaften Dr. phil.
pol.politicarum der Staats-, Politik- oder Wirtschaftswissenschaften Dr. rer. pol.
oec. oeconomiae / oeconomicarum der Wirtschaft beziehungsweise der Wirtschaftswissenschaften Dr. oec., Dr. rer. oec.
soc.socialium der Sozialwissenschaften Dr. rer. soc.
med. medicinae / medicarum der Medizin beziehungsweise der medizinischen Wissenschaften Dr. med., Dr. rer. medic.
iur.iuris des Rechts beziehungsweise der Rechtswissenschaften Dr. iur.

„rer.“ steht für rerum und erhält seine genaue Bedeutung erst durch den folgenden Bestandteil. In Dr. rer. nat. verweist die Kombination auf die Naturwissenschaften, während Dr. rer. pol. den Staats- und Wirtschaftswissenschaften zugeordnet wird. Die Abkürzungen phil., oec., soc. und iur. geben ebenfalls eine fachliche Orientierung.

Welche Bezeichnung tatsächlich verliehen wird, entscheidet die Promotionsordnung der jeweiligen Universität oder Fakultät.

Was bedeutet „rer.“ im Doktortitel?

Die Suchanfragen „Dr. rer. Bedeutung“, „Abkürzung Rer.“, „Rer. Abkürzung“ und „Dr. rerum Bedeutung“ beziehen sich auf das lateinische Wort rerum. Dabei handelt es sich um den Genitiv Plural von res, was je nach Zusammenhang „Dinge“, „Sachgebiete“ oder „Wissenschaften“ bedeutet. Auch die Suchform „Titel Rer.“ meint in der Regel Doktorgrade wie Dr. rer. nat., Dr. rer. pol. oder Dr. rer. oec.

Die Bedeutung wird erst durch das nachfolgende lateinische Wort deutlich:

  • rerum naturalium – der Naturwissenschaften, wie bei Dr. rer. nat.
  • rerum politicarum – der Staats-, Politik- oder Wirtschaftswissenschaften, wie bei Dr. rer. pol.
  • rerum oeconomicarum – der Wirtschaftswissenschaften, wie bei Dr. rer. oec.
  • rerum medicarum – der medizinischen Wissenschaften, wie bei Dr. rer. medic.
  • rerum socialium – der Sozialwissenschaften, wie bei Dr. rer. soc.

„Rer.“ allein bezeichnet keine eigenständige wissenschaftliche Disziplin. Erst das folgende Wort – etwa nat.pol.oec.med. oder soc. – legt fest, welchem Fachbereich der Doktorgrad zugeordnet ist.

Nat., phil., pol., oec. und soc. – Bedeutung der Abkürzungen

Die Abkürzungen stammen aus lateinischen Bezeichnungen und verweisen auf das Fachgebiet des Doktorgrades.

Lateinische Abkürzungen in Doktorgraden: Bedeutung und Beispiele
AbkürzungLateinische FormBedeutungBeispiel
nat. naturalium der Naturwissenschaften Dr. rer. nat.
phil. philosophiae der Philosophie und Geisteswissenschaften Dr. phil.
pol. politicarum der Staats-, Politik- und Wirtschaftswissenschaften Dr. rer. pol.
oec. oeconomiae / oeconomicarum der Wirtschaftswissenschaften Dr. oec., Dr. rer. oec.
soc. socialium der Sozialwissenschaften Dr. rer. soc.
med. medicinae / medicarum der Medizin und medizinischen Wissenschaften Dr. med., Dr. rer. medic.
iur. iuris der Rechtswissenschaften Dr. iur.

Welche Abkürzung verwendet wird, entscheidet die Promotionsordnung der jeweiligen Universität. Daher können sich die möglichen Doktorgrade je nach Fachbereich und Hochschule unterscheiden.

PhD Abkürzung – Dr., PhD und DBA im Vergleich

PhD bedeutet „Doctor of Philosophy“. Der Abschluss ist nicht auf Philosophie beschränkt, sondern bezeichnet eine internationale wissenschaftliche Doktorwürde in vielen Fachrichtungen.

Vergleich von Dr., PhD und DBA: Unterschiede bei Ablauf, Schwerpunkt und Zielgruppe
KriteriumDr.PhDDBA
Vollständige Form Fachabhängig, z. B. Doctor rerum naturalium Doctor of Philosophy Doctor of Business Administration
Schwerpunkt Fachbezogene Forschung Internationale Forschung Management und Unternehmenspraxis
Ablauf Dissertation, Prüfung, oft Veröffentlichung Dissertation, Kurse, Forschung und Prüfung Module, Praxisforschung und Dissertation
Betreuung Meist durch eine Professorin oder einen Professor Häufig durch mehrere Betreuungspersonen Wissenschaftlich und praxisorientiert
Zielgruppe Absolventinnen und Absolventen Wissenschaftlich orientierte oder international ausgerichtete Absolventinnen und Absolventen Fach- und Führungskräfte
Internationale Verwendung Besonders im deutschsprachigen Raum Weltweit verbreitet Vor allem im Management
Orientierung Wissenschaftlich, teilweise anwendungsbezogen Überwiegend wissenschaftlich Wissenschaftlich und praxisbezogen

Dr. und PhD können auf einem vergleichbaren akademischen Niveau liegen, sind aber wegen unterschiedlicher Studien- und Prüfungsstrukturen nicht automatisch gleich. Der DBA ist ebenfalls ein Doktorgrad, legt den Schwerpunkt jedoch auf die Anwendung wissenschaftlicher Methoden in Unternehmen.

PhD Abkürzung und Vergleich von Dr., PhD und DBA

Wofür steht die PhD-Abkürzung?

PhD steht für „Doctor of Philosophy“, mögliche Schreibweisen sind PhD und Ph.D. Der Abschluss kann in den Natur-, Ingenieur-, Sozial- und Geisteswissenschaften erworben werden. Das Wort Philosophy bedeutet daher nicht, dass die betreffende Person Philosophie studiert hat.

PhD-Programme verfügen häufig über einen strukturierten Studienplan. Dazu können Pflichtkurse, Zwischenberichte, Forschungskolloquien und mehrere wissenschaftliche Betreuer gehören. Im Mittelpunkt stehen eine eigenständige Forschungsleistung, die Dissertation und deren Verteidigung.

Dr. oder PhD – wo liegen die Unterschiede?

Dr. und PhD können auf einem vergleichbaren akademischen Niveau liegen. Der Unterschied hängt nicht nur von der Abkürzung, sondern vor allem von den Anforderungen der Universität ab.

Unterschiede zwischen Dr. und PhD bei Struktur, Dauer und Karriere
KriteriumDr.PhD
Tradition Deutschsprachiger Hochschulraum International, besonders englischsprachige Länder
Struktur Häufig individuelle Promotion Meist strukturiertes Programm
Pflichtkurse Je nach Promotionsordnung wenige oder keine Häufig Kurse, Seminare und Leistungspunkte
Betreuung Meist eine Professorin oder ein Professor Oft mehrere Betreuer oder ein Thesis Committee
Internationale Verwendung Besonders in Deutschland anerkannt International leichter einzuordnen
Dauer Abhängig von Fach und Projekt Häufig drei bis fünf Jahre
Karriereziele Fachbezogene und wissenschaftliche Karriere Besonders internationale Forschung und Wissenschaft

Eine individuelle Promotion bietet mehr Freiheit bei Ablauf und Organisation. Eine strukturierte Promotion folgt dagegen einem festen Curriculum mit Kursen und Zwischenkontrollen. Entscheidend für das Niveau sind Forschungsleistung, Betreuung, Prüfungsverfahren und Promotionsordnung – nicht allein die Bezeichnung Dr. oder PhD.

Was ist ein DBA?

DBA steht für „Doctor of Business Administration“. Der Doktorgrad richtet sich vor allem an erfahrene Führungskräfte und Fachleute, die wissenschaftliche Methoden auf praktische Aufgaben in Unternehmen und Organisationen anwenden möchten.

Ein DBA ist häufig berufsbegleitend aufgebaut. Die Teilnehmenden bearbeiten eine konkrete Managementfrage, nutzen wissenschaftliche Methoden und entwickeln daraus eine Dissertation. Im Mittelpunkt stehen beispielsweise Strategie, Unternehmensführung, Innovation, Finanzen oder Organisationsentwicklung.

Im Unterschied zum klassischen PhD ist der DBA stärker anwendungs- und praxisorientiert. Ein PhD konzentriert sich meist auf grundlagenorientierte Forschung und eine akademische Laufbahn. Der DBA verbindet wissenschaftliche Forschung mit der Lösung konkreter betrieblicher Probleme.

Ein ausländischer DBA kann in Deutschland nicht automatisch wie ein deutscher Dr. geführt werden. Die rechtmäßige Führung hängt vom Herkunftsland, der verleihenden Hochschule und dem Landesrecht ab. Voraussetzung ist unter anderem, dass der Grad ordnungsgemäß von einer staatlich anerkannten oder akkreditierten Hochschule verliehen wurde. Zur ersten Prüfung der Hochschule können Sie die Datenbank anabin nutzen; bei rechtlichen Fragen ist das zuständige Wissenschaftsministerium maßgeblich.

Dr. des., Dr. h. c. und Dr. mult. – besondere Zusätze

Dr. des., Dr. h. c. und Dr. mult. bezeichnen keine eigenständige wissenschaftliche Disziplin. Sie geben Auskunft über den Status des Promotionsverfahrens, den ehrenhalber verliehenen Charakter eines Grades oder das Vorhandensein mehrerer Doktorgrade.

Dr. des. Bedeutung

Dr. des. steht für Doctor designatus und bedeutet „vorgesehener Doktor“. Es handelt sich um eine vorübergehende Bezeichnung, die nicht an allen Universitäten verwendet wird.

Das Recht zur Führung von Dr. des. muss ausdrücklich in der jeweiligen Promotionsordnung vorgesehen sein. In der Regel betrifft der Zusatz die Zeit nach dem erfolgreichen Abschluss der wesentlichen Prüfungsschritte, aber vor der Veröffentlichung der Dissertation oder der endgültigen Ausstellung der Promotionsurkunde.

Nach der bloßen Abgabe der Dissertation darf Dr. des. nicht eigenständig verwendet werden. Prüfen Sie daher immer die Vorgaben Ihrer Universität.

Dr. h. c. Bedeutung

Dr. h. c. steht für Doctor honoris causa und bezeichnet einen Ehrendoktor. Eine Universität verleiht diesen Grad für besondere wissenschaftliche, kulturelle oder gesellschaftliche Leistungen.

Für einen Ehrendoktor sind normalerweise weder eine reguläre Dissertation noch ein gewöhnliches Promotionsverfahren erforderlich. Der Zusatz „h. c.“ darf nicht weggelassen werden, weil er den Ehrengrad von einer regulär erworbenen Forschungsdoktorwürde unterscheidet.

Dr. Dr., DDr., Dr. mult. und Dres. Bedeutung

Die Bedeutung Dres. med. ist eindeutig: Gemeint sind mehrere Personen, die jeweils den Grad Dr. med. führen. Die Suchform „Dr. Dr. Titel“ bezeichnet dagegen eine einzelne Person mit zwei eigenständig erworbenen Doktorgraden.

  • Dr. Dr. bedeutet, dass eine Person zwei eigenständige Doktorgrade erworben hat.
  • DDr. ist ein vor allem in Österreich verbreitetes Kürzel für Dr. Dr.
  • Dr. mult. weist auf mehrere erworbene Doktorgrade hin.
  • Dres. ist der Plural von Dr. und bezeichnet mehrere Personen mit einem Doktorgrad.
  • Dres. med. bedeutet, dass mehrere Personen jeweils den Grad Dr. med. führen.

Dres. bezeichnet nicht eine einzelne Person mit mehreren Doktorgraden. Für eine Person mit mehreren Promotionen kommen je nach geltenden Regeln beispielsweise Dr. Dr. oder Dr. mult. infrage.

Bedeutung von Dr. Dr., DDr., Dr. mult. und Dres.

Dr.in, Dr. in und Doktorin Abkürzung

Wer nach „Abkürzung Doktorin“ oder „Doktorin Abkürzung“ sucht, sollte zwischen Deutschland und Österreich unterscheiden. Die Dr.in Bedeutung entspricht der ausdrücklich weiblichen Form von Dr., die besonders in Österreich verwendet wird.

Schreibweise von Dr. und Dr.in in Deutschland und Österreich im Vergleich
AspektDeutschlandÖsterreich
Standardform Dr. für Doktor und Doktorin Dr.in als weibliche Form
Verwendung Offizielle und geschlechtsneutrale Schreibweise Häufige weibliche Schreibweise
Mögliche Beispiele Dr. Anna Beispiel, Dr. phil. Anna Beispiel Dr.in phil., Dr.in iur., Dr.in med. univ.
Endung „in“ Nicht erforderlich Kann verwendet oder hochgestellt geschrieben werden
Wichtige Regel Maßgeblich sind die offiziellen Dokumente Maßgeblich sind die verliehene Bezeichnung und die Regeln der jeweiligen Organisation

Dr. in wird teilweise als alternative Schreibweise verwendet, ist aber weniger einheitlich als Dr.in. In offiziellen Texten, Urkunden, Bewerbungen und wissenschaftlichen Publikationen sollten Sie die Form übernehmen, die von der Universität oder Institution vorgesehen ist.

Doktortitel richtig schreiben und führen

Doktortitel wie Dr. med., Dr. rer. nat. und PhD richtig schreiben

Dr., Dr. med., Dr.-Ing. und PhD – richtige Schreibweise

Im Deutschen wird Dr. immer mit Punkt geschrieben. Zwischen den Bestandteilen eines Doktorgrades stehen Leerzeichen:

  • Dr. Anna Beispiel
  • Dr. med. Anna Beispiel
  • Dr. rer. nat. Anna Beispiel
  • Dr.-Ing. Anna Beispiel
  • Anna Beispiel, PhD

Bei Dr. rer. nat. stehen zwischen Dr.rer. und nat. jeweils Leerzeichen. Dr.-Ing. wird dagegen mit Bindestrich geschrieben. Die Abkürzung PhD steht meistens hinter dem Namen und wird häufig ohne Punkte verwendet.

Schreibweisen wie dr.rer.natdr rer nat und dr.rer.oec kommen vor allem als Suchvarianten vor. In offiziellen Dokumenten sollten Sie jedoch die korrekte Form mit Punkten, Leerzeichen und Bindestrichen verwenden.

Auf die Frage „Dr. or Dr?“ lautet die richtige Antwort: Im Deutschen ist Dr. mit Punkt die normative Schreibweise.

Prof. Dr. phil. und mehrere Titel – die richtige Reihenfolge

Prof. ist eine Amts- beziehungsweise Funktionsbezeichnung, Dr. dagegen ein akademischer Grad. Der Doktorgrad steht in der Regel vor dem Namen, während Zusatzabschlüsse wie MBA, M.Sc. und PhD häufig nach dem Namen mit Komma angegeben werden.

Beispiele für die richtige Reihenfolge und Schreibweise akademischer Titel
BeispielErklärung
Prof. Dr. phil. Anna Beispiel Prof. bezeichnet die Professur, Dr. phil. den akademischen Doktorgrad.
Prof. Dr. Dr. Anna Beispiel Die Person besitzt zwei eigenständige Doktorgrade.
Univ.-Prof.in Dr.in iur. Anna Beispiel Österreichische Schreibweise für eine Universitätsprofessorin mit einem juristischen Doktorgrad.
Anna Beispiel, PhD PhD wird häufig nach dem Namen und mit Komma geschrieben.

Mehrere Doktorgrade sollten in der offiziell verliehenen Form übernommen werden. Auch die Schreibweise Univ.-Prof.in Dr.in iur. ist an der Universität Wien dokumentiert.

MBA, M.Sc. und PhD stehen üblicherweise hinter dem Namen, zum Beispiel: Anna Beispiel, MBA; Anna Beispiel, M.Sc.; Anna Beispiel, PhD. In alphabetischen Namenslisten werden akademische Grade ebenfalls hinter dem Namen geführt.

Die Reihenfolge kann je nach Land, Universität und Organisation variieren. Maßgeblich sind daher immer die offizielle Urkunde, die geltenden Hochschulregeln und der gewünschte Verwendungszweck.

Ausländische Doktortitel in Deutschland führen

Ein ausländischer Doktorgrad darf in Deutschland nur geführt werden, wenn er rechtmäßig von einer staatlich anerkannten oder akkreditierten Hochschule verliehen wurde. Außerdem muss ein reguläres Studium mit einer ordnungsgemäßen Prüfung abgeschlossen worden sein.

Die Regeln zur Führung ausländischer Hochschulgrade ergeben sich aus dem Recht des jeweiligen Bundeslandes. Der Grad wird grundsätzlich in seiner Originalform verwendet. Sie dürfen ihn nicht eigenständig in einen ähnlich klingenden deutschen Doktorgrad umwandeln.

Für eine erste Prüfung der Hochschule können Sie die Datenbank Anabin nutzen. Der Status H+ weist in der Regel auf eine staatlich anerkannte Hochschule hin. Die Datenbank ist jedoch nicht vollständig und ersetzt keine verbindliche Rechtsauskunft.

Bei Unsicherheit wenden Sie sich an das zuständige Wissenschaftsministerium oder die Hochschulbehörde Ihres Bundeslandes.

Welcher Doktortitel passt zu welchem Fach?

Den Doktorgrad wählen Sie normalerweise nicht selbst. Er richtet sich nach Fakultät, Promotionsordnung, Vorbildung, Forschungsgebiet und Promotionsprogramm.

Fachbereiche und mögliche Doktorgrade im Überblick
FachbereichMöglicher Doktorgrad
GeisteswissenschaftenDr. phil.
NaturwissenschaftenDr. rer. nat.
MedizinDr. med.
ZahnmedizinDr. med. dent.
RechtswissenschaftenDr. iur. / Dr. jur.
Wirtschaft und PolitikDr. rer. pol., Dr. rer. oec. oder Dr. oec.
SozialwissenschaftenDr. rer. soc.
TheologieDr. theol.
AgrarwissenschaftenDr. agr.
IngenieurwissenschaftenDr.-Ing.
Internationale ProgrammePhD / Ph.D.

Welche Bezeichnung möglich ist, legt die Promotionsordnung der jeweiligen Universität fest. Deshalb können sich die Doktorgrade für ein ähnliches Fach an verschiedenen Hochschulen unterscheiden.

BWL Doktor – Dr. rer. pol., Dr. rer. oec. oder Dr. oec.?

Beim Suchbegriff „BWL Doktor“ geht es meist um die Frage, welcher Doktorgrad nach einer Promotion in Betriebswirtschaftslehre verliehen wird. Nach einer Promotion in Betriebswirtschaftslehre können je nach Universität verschiedene Doktorgrade verliehen werden:

  • Dr. rer. pol.
  • Dr. rer. oec.
  • Dr. oec.
  • Dr. rer. soc. oec.
  • PhD

Entscheidend ist nicht nur das Thema der Dissertation, sondern vor allem die Promotionsordnung der Universität. Öffnen Sie daher die Website des zuständigen Fachbereichs und prüfen Sie den Abschnitt „Verleihung des Doktorgrades“. Dort finden Sie die möglichen Abschlüsse und konkreten Voraussetzungen.

Dr. med. oder Dr. rer. nat. – was ist der Unterschied?

Unterschiede zwischen Dr. med. und Dr. rer. nat. bei Ausbildung, Forschung und Karriere
KriteriumDr. med.Dr. rer. nat.
Vorbildung Meist Humanmedizin Naturwissenschaftliches Studium, z. B. Biologie, Chemie oder Pharmazie
Fakultät Medizinische Fakultät Naturwissenschaftliche oder verwandte Fakultät
Forschungsthema Klinische oder medizinische Fragestellungen Naturwissenschaftliche, biomedizinische oder medizinisch relevante Themen
Methoden Klinische Studien, Diagnostik und Patientendaten Laborarbeit, Experimente, Statistik und Datenanalyse
Dissertation Wissenschaftliche Dissertation im medizinischen Fachbereich Naturwissenschaftliche Dissertation mit eigenständiger Forschungsleistung
Ärztliche Tätigkeit Der Grad allein verleiht keine Approbation Der Grad berechtigt nicht zur Behandlung von Patienten
Karriere Medizin, Klinik, Forschung und Gesundheitswesen Forschung, Labor, Pharmazie, Biotechnologie und Wissenschaft

Eine medizinische Forschungsfrage führt nicht automatisch zum Dr. med. Auch Biologinnen und Biologen, Chemikerinnen und Chemiker, Pharmazeutinnen und Pharmazeuten oder andere Naturwissenschaftler können an medizinischen Themen forschen und einen Dr. rer. nat. erwerben. Die Suchkombination „Dr. med. Dr. rer. nat.“ verweist häufig auf die Frage, wie sich beide Doktorgrade voneinander unterscheiden. Entscheidend sind die Vorbildung, die zuständige Fakultät und die Promotionsordnung.

Die Promotionsordnung entscheidet über den Dr.-Titel

Den gewünschten Dr.-Titel können Sie nicht frei auswählen. Welche Bezeichnung verliehen wird, legt die zuständige Fakultät in ihrer Promotionsordnung fest. Gehen Sie deshalb folgendermaßen vor:

Eine Abkürzung darf nicht verwendet werden, nur weil sie besser klingt oder häufiger vorkommt. Maßgeblich sind ausschließlich die Promotionsordnung, die Zulassungsvoraussetzungen und die offizielle Entscheidung der Fakultät.

Wie lange dauert eine Promotion und lohnt sich der Dr.-Titel?

  • Dauer: Eine Promotion dauert in Deutschland häufig drei bis fünf Jahre. Die tatsächliche Dauer hängt von Fach, Thema, Betreuung und Arbeitsumfang ab.

  • Finanzierung: Möglich sind eine wissenschaftliche Stelle, ein Stipendium, ein Promotionsprogramm oder ein Forschungsprojekt.

  • Berufstätigkeit: Eine Promotion kann parallel zur Arbeit erfolgen, benötigt dann aber eine realistische Zeitplanung.

  • Akademische Karriere: Für Forschung und Lehre ist der Doktorgrad häufig eine wichtige Voraussetzung.

  • Privatwirtschaft: Im privaten Sektor kann die Promotion bei spezialisierten Fach- und Führungspositionen Vorteile bieten.

  • Finanzielle Vorteile: Ein höheres Gehalt ist möglich, aber nicht garantiert.

  • Persönliche Motivation: Entscheidend sind Ihre Karriereziele, Ihr Interesse an Forschung und Ihre Bereitschaft zu langfristiger Arbeit.

  • Zeitaufwand: Dissertation, Forschung, Prüfungen und Veröffentlichung erfordern mehrere Jahre.

  • Risiko: Finanzierung, Betreuung oder persönliche Umstände können dazu führen, dass die Dissertation nicht abgeschlossen wird.

Ob sich der Dr.-Titel lohnt, hängt daher von Ihrer Fachrichtung, Ihren Zielen und Ihrer persönlichen Situation ab. 

Dauer, Voraussetzungen und Ablauf der Promotion

Die Dauer einer Promotion lässt sich nicht für alle Fachrichtungen einheitlich bestimmen. Sie hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:

  • wissenschaftliche Disziplin und Komplexität des Themas;
  • Umfang der Laborarbeit und Zugang zu erforderlichen Daten;
  • empirischer oder theoretischer Aufbau der Dissertation;
  • individuelle oder strukturierte Promotion;
  • Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigung;
  • Anforderungen an Publikationen;
  • Geschwindigkeit der Abstimmung mit der wissenschaftlichen Betreuung.

Voraussetzung ist in der Regel ein passender Hochschulabschluss, zum Beispiel ein Master, Diplom oder Staatsexamen. Der Ablauf umfasst normalerweise die Suche nach einem Thema und einer Betreuung, die Zulassung, die Durchführung der Forschung, das Verfassen der Dissertation, die mündliche Prüfung und gegebenenfalls die Veröffentlichung.

Einen einheitlichen Zeitraum für alle Promotionen gibt es nicht.

Karrierechancen mit Doktortitel

Eine Promotion kann den Zugang zu verschiedenen wissenschaftlichen und fachlich spezialisierten Tätigkeiten erleichtern. Weitere Informationen finden Sie in unserem separaten Artikel zu Karrierechancen mit Doktortitel.

  • Universität und Forschung
  • Wissenschaftliche Institute
  • Medizin und Naturwissenschaften
  • Forschung und Entwicklung
  • Consulting
  • Pharmaindustrie
  • Technische Unternehmen
  • Expertenpositionen
  • Führungspositionen

Der Doktortitel allein garantiert jedoch weder ein hohes Gehalt noch eine sichere Anstellung oder eine Führungsposition. Entscheidend sind zusätzlich Fachwissen, Berufserfahrung, praktische Fähigkeiten und die Nachfrage im jeweiligen Arbeitsbereich.

Häufige Fragen zu Doktortiteln

Zu den wichtigsten Doktorgraden in Deutschland gehören Dr. med., Dr. rer. nat., Dr. phil., Dr. rer. pol., Dr.-Ing., Dr. iur. und Dr. theol. Weitere Bezeichnungen sind beispielsweise Dr. agr., Dr. paed. und PhD. Welche Form verliehen wird, bestimmt die jeweilige Universität in ihrer Promotionsordnung.

Der Doktortitel ist die umgangssprachliche Bezeichnung für einen offiziellen Doktorgrad. Er wird nach dem erfolgreichen Abschluss eines Promotionsverfahrens mit Dissertation und Prüfung verliehen.

Dr. rer. nat. steht für Doctor rerum naturalium und bedeutet „Doktor der Naturwissenschaften“. Der Grad wird beispielsweise in Biologie, Chemie, Physik, Mathematik oder Informatik verliehen.

Dr. phil. steht für Doctor philosophiae. Die Bezeichnung wird nicht nur in Philosophie, sondern auch in vielen geistes- und sozialwissenschaftlichen Fachbereichen verwendet.

Dr. rer. pol. bedeutet Doctor rerum politicarum. Der Doktorgrad kann Wirtschafts-, Politik- und Staatswissenschaften zugeordnet werden.

Dres. med. ist der Plural von Dr. med. und bezeichnet mehrere Personen, die jeweils einen medizinischen Doktorgrad besitzen.

Nein. Dr. med. wird in Deutschland normalerweise durch ein eigenes Promotionsverfahren erworben. Dr. med. univ. wird vor allem in Österreich nach dem medizinischen Diplomstudium verliehen.

Nein, eine allgemeine Hierarchie gibt es nicht. Verglichen werden sollten das Programm, die Anforderungen der Universität, das Land der Verleihung und die persönlichen Karriereziele.

Eine Person kann mehrere eigenständige Promotionsverfahren abschließen. Zwei Doktorgrade können als Dr. Dr., mehrere als Dr. mult. bezeichnet werden, sofern die geltenden Regeln dies vorsehen.

Für die Suchanfrage „Meiste Doktortitel“ gibt es deshalb keine verlässlich belegbare allgemeine Rangliste. Außerdem werden in Veröffentlichungen häufig reguläre und ehrenhalber verliehene Doktorgrade vermischt. Ohne verlässliche Quelle sollte daher keine konkrete Person genannt werden.

In Deutschland wird Dr. als standardisierte Form für Männer und Frauen verwendet. Dr.in ist besonders in Österreich sowie in genderorientierten Texten üblich.

Ja. Der Doktorgrad kann in Deutschland bei Vorlage der erforderlichen Nachweise in einem eigenen Feld des Personalausweises eingetragen werden. Er wird dadurch jedoch nicht zum Bestandteil des Familiennamens.

Die Suchform „Dr. or Dr.“ bezieht sich auf die richtige Schreibweise; im Deutschen lautet die korrekte Abkürzung Dr. mit Punkt. Varianten wie „Dr“ ohne Punkt sind keine normative deutsche Abkürzung.

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    Als anerkannter wissenschaftlicher Experte leitet er den Blog für Doktorarbeiten und ist für alle Veröffentlichungen verantwortlich. Darüber hinaus ist er persönlich als Ghostwriter für Doktorarbeiten tätig. Er kümmert sich auch um die Koordination der Kommunikation zwischen den Auftraggebern und den Ghostwritern.

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